16. Juni 2002: Wenn mir eine Schlingnatter vors Fahrrad kriecht...

Eigentlich wäre es wieder einfach nur ein Sonntagsausflug gewesen. Wir waren mit dem Fahrrad unterwegs von Disentis Richtung Ilanz. Schon kurz nach Disentis überquerten wir den Vorderrhein und fuhren auf der rechten Talseite weiter.

Ist's ein Stock was da vorne von rechts in den Weg hineinragt, ein Stück Holz? "Nein, das könnte auch eine Schlange sein." Wie viele Male ist mir dieser Gedanke schon durch den Kopf gegangen und immer war's bis jetzt ein Stück Holz gewesen. Diesmal nicht! Ein grosses Schlingnatternweibchen (Coronella austriaca) hatte sich ein Stück weit auf den Weg vorgewagt, wohl in der Absicht diesen zu überqueren.

So rasch steige ich selten vom Velo ab, doch diese Gelegenheit wollte ich nicht verpassen. Es ist zum Glück (für mich, den Fotografen...) die Eigenart, dass viele Reptilien bei einer Störung an Ort und Stelle verharren und wohl darauf vertrauen, dass sie übersehen werden. Diese Verhaltensweise ist bei der Schlingnatter stark ausgeprägt.

 


 

 


 

 


Der Kopf der Schlingnatter geht meist fast ansatzlos in den langen Schlangenkörper über. Noch selten habe ich eine Schlingnatter gesehen, welche im Gegensatz zur Regel ihren Kopf so flach und dreieckig hinkriegt wie das abgebildete Tier. Imponierend!

 

 

Ort: Somvix, Falens, 978 m ü. M. 

Zeit: 12.25 Uhr

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