17. Mai 2002: Das grosse Fressen einer Ringelnatter  (Natrix natrix helvetica)

Im Churer Fürstenwald, im Campodelsteich, pflanzen sich seit vielen Jahren die Amphibien der Umgebung fort: Grasfrosch, Erdkröte und Bergmolch. Doch wo die Amphibien sich gerne aufhalten, da ist auch die Ringelnatter nicht weit. Einen ganz besonderen Moment erwischte ich zufällig, als ich an diesem 17. Mai nur rasch einen Blick auf das Leben im Campodelsteich werfen wollte: Eine Ringelnatter war daran, eine Erdkröte hinunterzuschlingen!

 


Zeit: 11.50 Uhr

 


Mir schien schon bald, dass die Kröte ein bisschen gross sei für die nur mittelgrosse Ringelnatter. Doch die Schlange bemühte sich weiter.




Zeit: 12.20 Uhr

 

 Da die Ringelnatter die Kröte am linken Hinterbein erwischt hatte, verschlang sie dieses zuerst. Das führte dann dazu, dass beim weiteren Verschlingen das rechte Hinterbein nach vorne gebogen wurde. Schliesslich befanden sich links und rechts vom Krötenkopf drei Beine: Aussichtslos!




Zeit: 13.10 Uhr

 

 Nach dem die Ringelnatter etwa zwei Stunden lang versucht hatte, das Beutetier zu verschlingen, gab sie es auf und würgte die tote Erdkröte aus. Sie schwamm und kroch zwar noch ein paar Mal um die Kröte herum, versuchte aber nicht - was erfolgsversprechender gewesen wäre - die Kröte vom Kopf her zu verschlingen. 




Zeit: 13.35 Uhr

 

Auch bei der Nachkontrolle um 15.30 lag die tote Erdkröte immer noch am gleichen Ort. Von der Ringelnatter war nichts mehr zu sehen.

 Ort: Chur, Fürstenwald, 750 m ü. M. 

Zeiten: siehe oben!

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