8. September 2001: Praktischer Naturschutz beim WWF Graubünden

Vor 10 Jahren habe ich die Gruppe "Praktischer Naturschutz" beim WWF Graubünden gegründet, und vor 5 Jahren hat sie Ulli Trebs, Chur, übernommen. An diesem Samstag war ich wieder einmal dabei: Am Schotsch in Haldenstein wurde gemäht (Sensen, Trimmer und kleiner Balkenmäher) und gesägt (Motorsäge, kleine Handsäge). Mit Rechen, Gabeln und Blachen wurde zusammengetragen und auf Haufen geschichtet, was umgehauen worden war. Und so sah die oberste Schotschfläche am Nachmittag dann aus:

 



Diese ehemaligen Weideflächen waren vor 10 Jahren bis auf wenige Restflächen verbuscht und teilweise bis zwei Meter hoch mit Adlerfarn überwachsen. Die nahen Felsensteppen und die kleinen Magerwiesenflächen weisen eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren auf. Diese Flächen zu erhalten und zu pflegen, aber auch ehemalige Lichtungen und kleine Wiesen zu entbuschen, das sind die Ziele des jetzt 9-jährigen Projektes. Dass sich die Arbeit der WWF-Gruppe lohnt, dass zeigen die folgenden Bilder, welche alle an diesem Wochenende auf dem Schotsch aufgenommen worden sind:

 

Mauereidechse (Podarcis muralis), 3 bis 4 Wochen alt

 

Erwachsenes Weibchen der Zauneidechse (Lacerta agilis)

 

Junge Schlingnatter (Coronella austriaca), unter einer ausgelegten Blechplatte entdeckt

 

Raupe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon)

 

Raupe des Wolfsmilchschwärmers (Hyles euphorbiae)

 

Raupe des Brombeerspinners (Macrothylacia rubi)

 

Grossblütiger Fingerhut (Digitalis grandiflora)

 

Bergaster (Aster amellus)

Schlusspunkt: Peter Weidmann, ein Insektenkenner aus Chur, hat im Rahmen einer Erfolgskontrolle auf dem Schotsch 40 Tagfalterarten und 16 Heuschreckenarten nachweisen können.

 Ort: Haldenstein, 670 m ü. M. 

Zeit: Nachmittag

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