18. Juni 2001: Reptilienstreifzug im Bergell

Sich einfach für einen Tag davonstehlen, im untersten Bergell den Reptilien unter anderem Getier nachschleichen, das hatten wir uns vorgenommen. Und das Wetter machte mit! Es war zwar recht kühl am Morgen, aber schon bald entdeckten wir die ersten Zornnattern (Coluber viridiflavus) - allerdings sahen wir nur ihre Schwänze und auch die verschwanden blitzartig im dichten Kraut. Und Äskulapnattern wollten sich dort nicht zeigen.

Erst um halb zwölf hatten wir Glück: Ein grosses Männchen - Äskulapnatter (Elaphe longissima) - sonnte sich in den Überresten eines längst verfallenen Stalles.

 



Später entdeckten wir noch zwei weitere Äskulapnattern, es waren ebenfalls ausgewachsene Männchen.

 


 

Nach dem Mittagessen war es dann doch schon sehr warm. Aber wir entdeckten in einer Trockenmauer doch noch eine Aspisviper (Vipera aspis). Das Weibchen stand kurz vor der Häutung - deshalb war es wohl an der Sonne unterwegs.

 


Einer der Lebensräume in Bondo, in dem sich die Aspisvipern wohlfühlen:

 


 

Nachdem wir einer wilden Verfolgungsjagd zwischen einem Männchen und einem Weibchen der Smarageidechse (Lacerta bilineata) zugeschaut hatten, entdeckten wir auch ruhigere Vertreter dieser Art, welche sich nach vorsichtiger Annäherung aus kurzer Distanz ablichten liessen. Das Männchen:

 


Und hier das Weibchen:

 


 

Natürlich kommt auch die Mauereidechse (Podarcis muralis) in diesem Gebiet vor, allerdings auf der rechten Talseite (Castasegna usw.) viel häufiger als auf der linken (Bondo usw.). Hier ein Weibchen:

 


 

 Ort: Castasegna,  800 m ü. M. 
Bondo, 730 m ü. M. 

Zeit: 09.45 - 16.20

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