11. Juni 2000: Reptilien beobachten - der günstige Augenblick

Ein stark bedeckter Himmel, ein kühler Vormittag: Doch bei der Arbeit in unserem Garten spürte ich gegen elf Uhr ein bisschen Wärme, die Sonne konnte manchmal für Augenblicke die Wolkendecke durchdringen. Ich überlegte gerade, ob ich mir meinen Pullover ausziehen sollte, als mir der Gedanke kam, dass dies doch der günstige Augenblick für Reptilienbeobachtungen am Fürstenwaldrand und am Campodelsteich sein könnte.

Tatsächlich! Am Teich selber konnte ich beobachten, was als Wunschvorstellung manchmal in meinem Kopf herumspukt: Schlangen, die sich offen sonnen - und fotografieren lassen. Gerade zwei junge Ringelnattern (Natrix natrix) wärmten sich in den ersten Sonnenstrahlen auf im Teich schwimmenden Holzstücken auf. 

 

 



Am Waldrand entdeckte ich noch eine Zauneidechse (Lacerta agilis). Auch dieses Männchen (grüne Flanken!) sonnte sich in diesen ersten warmen Minuten des Tages. Die Sonnenplätze: Ein am Boden liegender Baumstamm und ein kleiner Kies- und Erdhaufen am Wegrand, den die Wegmacher beim Putzen der Abflussrinne aufgeschichtet haben. Zwei schöne Beispiele sind dies für das, war wir Reptilienschützer mit "Kleinstrukturen" meinen, kleine Stellen, die im Krautsaum an Wald-, Hecken- und Wegrändern für die Reptilien im Tagesablauf sehr wichtig sind.





 

 Ringelnattern:  Chur, Fürstenwald, 750 m ü. M. 

Zeit: 11:30

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Zauneidechse: Chur, Fürstenwald, 735 m ü. M. Zeit: 12:00

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