21. April 2000: Ein unscheinbarer Zaun?

Die schönen Frühlingstage und die Arbeit an einem Schutzkonzept für Amphibien und Reptilien in Chur haben mich in viele Winkel und Ecken unserer Stadt verschlagen. Da bin ich auch an diesem Zaun auf dem Bild unten vorbeigekommen. Nichts Besonderes mag man sich auf den ersten Blick denken. Doch dieser Zaun trennt das grösste zusammenhängende Grüngebiet innerhalb der besiedelten Fläche von einem Lagergelände eines Unternehmens, das mit Baumaterialien handelt. Ein Platz für Amphibien und Reptilien?



 


Und ob! Wie ich mich zum ersten Mal diesem Zaun entlang bewegte, huschten etwa fünf Eidechsen in ihre Verstecke im Altgras. Das ging jeweils so schnell, dass ich nur bei einer sicher war, dass es sich um eine Zauneidechse (Lacerta agilis) handelte. Ob alles Zauneidechsen waren? Nach einer kurzen Pause versuchte ich es noch einmal. Und bald einmal entdeckte ich wieder ein paar Eidechsen, aber bis auf eine waren es dieses Mal Mauereidechsen (Podarcis muralis). Das ist aus zwei Gründen erstaunlich: Einerseits sind die Mauereidechsen erst vor wenigen Jahren von Norden her auf unser Stadtgebiet vorgestossen. Und andererseits ist es für mich das erste Mal, dass ich diese beiden Eidechsenarten im gleichen Lebensraum nebeneinander vorfinde.

Die beiden folgenden Bilder zeigen je eine Eidechse von jeder Art. Es sind Aufnahmen, welche ich an diesem Tag am beschriebenen Ort gemacht habe.

 



Ein Männchen der Zauneidechse sonnt sich in den letzten Sonnenstrahlen in den Brombeerranken.


 

Auch ein Männchen, dieses hier aber eines der Mauereidechse.

 

 Ort: Chur, Pulvermühle, 570 m ü. M. 

Zeit: 14:30

 Kommentar, Beobachtung: hier!

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